Monday, July 31, 2006

Würzburg - Die U.S Streitkräfte in Würzburg

In Würzburg war eine große Garnison der U.S. Streitkräfte. Es existierten zwei Kasernen, die Faulenberg Kaserne und die Leighton Barracks, in denen bis zum Jahr 2006 circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Leighton Barracks waren der Sitz des Hauptquartiers der 1. US Infantry Division, der „Big Red One“, einem gepanzerten Großverband in Stärke von vier Brigarden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (u.a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert waren.

Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen in Würzburg stationiert waren:

  • 98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)
  • 417th Base Support Batallion (Leighton Barracks)
  • diese beiden sind aufgegangen in die U.S. Garrison Franconia
  • 101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
  • 1st Military Police Company
  • 69th Signal Batallion (Leighton Barracks)

Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkräfte kam es auch zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg. Die Umstrukturierungen betraf vor allem die 1. U.S. Infantry Division, die zu einem großen Teil in die Heimat zurückverlegt wird. Infolge dessen wird die Faulenberg Kaserne (Nürnberger Straße) geschlossen und Ende 2006 eine Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland erfolgen. Vorerst weiter Verwendung findet die Leighton-Kaserne am Hubland in Nähe der Universität. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appel.

Weiterhin gibt es noch ein Krankenhaus der U.S. Army, das Würzburg Hospital, das eines von den drei Hospitälern im Verantwortungsbereich des U.S. Army European Command ist. Das Würzburg Hospital befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt und stellt mit seinen vielfältigen klinischen Einrichtungen die medizinische Grundversorgung der U.S. Soldaten und deren Angehörigen im kompletten fränkischen Raum sicher. Das Hospital beheimatet auch das 67th Combat Support Hospital, das mobil ist und für die Verlegung in Einsatzräume bereitsteht.

Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militär auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzähligen persönlichen Kontakte zwischen U.S. Soldaten und der Würzburger Bevölkerung, wodurch bei den Betroffenen durch den Abzug eine große Lücke entstehen könnte.

Ähnlich wie in Kitzingen finden auch in Würzburg bereits Überlegungen für eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/W96C396BCrzburg">http://de.wikipedia.org/wiki/W96C396BCrzburg

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